Ton, Feuer, Luft und Resonanz verbinden sich in der Innato zu einem archaisch wirkenden Klanginstrument. Statt klassische Melodien zu formen, entstehen durch ihr dreikammeriges System warme Akkorde, schwebende Obertöne und weiche Resonanzen. Die Fingerführung ist so gestaltet, dass stets stimmige Klangverbindungen entstehen – intuitiv spielbar, auch ohne musikalische Vorerfahrung.
Mit dem ersten Atem tritt der Klang hervor. Warm setzt er sich im Körper ab, ruhig und ohne Druck. Tiefe, atmende Schwingungen bewegen sich zwischen Wind, Stimme und entfernten Naturklängen. Nach und nach verschiebt sich der Fokus vom Steuern hin zum Entstehenlassen von Klang.
Nah am Ohr entfaltet sich der Klang sehr direkt. Die hinteren Klangkammern liegen am Körper, während die vordere Kammer den Klang nach aussen trägt. So entsteht ein räumliches, immersives Hörerlebnis, das sich gleichmässig ausbreitet und den Körper mit einbezieht.
Innato bedeutet „angeboren“ oder „innewohnend“. Der Name verweist auf eine einfache Idee: Klang und musikalischer Ausdruck setzen kein erlerntes Können voraus, sondern sind bereits in uns angelegt. Du nimmst die Flöte, atmest und der erste Ton entsteht aus dieser Bewegung heraus.
Mal bleibt es bei einem Spiel für Dich allein. Mal wird die Innato zur Begleitung für Meditation, Atemarbeit oder Klangreisen. Sie findet ihren Platz in schamanischer und therapeutischer Klangarbeit ebenso wie im freien, intuitiven Spiel. Im Kern geht es weniger um Musik im klassischen Sinn, sondern um einen Zugang zu Präsenz und achtsamem Hören.
Handwerk aus Ton, Feuer & Erfahrung
Jede Innato entsteht in einem kleinen Atelier in den Niederlanden in sorgfältiger Handarbeit aus Ton, Wasser, Luft und Feuer. Ihre Entwicklung geht auf Hans Houkes zurück, der aus der Arbeit mit keramischen Klanginstrumenten eine eigene Formensprache entwickelt hat.
Die Instrumente von Stonewhistle werden ohne chemische Glasuren gefertigt. Oberfläche und Klangkörper entstehen im Brennprozess selbst durch Mineralien, Terra Sigillata und natürliche Pigmente. Jede Flöte bleibt dadurch sichtbar mit ihrem Entstehungsprozess verbunden.
Keine Innato gleicht der anderen – kleine Unterschiede in Form, Farbe und Klang sind Teil ihres Wesens.
Eine Flöte für stilles Hören
Nichts muss erreicht werden. Die Innato beginnt dort, wo Du langsamer wirst. Im Atem. Im Raum zwischen den Tönen. In der Aufmerksamkeit für das, was bereits da ist.
Ihr Klang bleibt weich und klar, zurückhaltend und präsent. Kein Instrument der Darstellung, sondern eines der Wahrnehmung. Es führt Dich nicht weg, sondern näher in den Moment des Hörens.